Hugenotten in der Uckermark - in Arbeit - UckerMarker

Hugenotten in der Uckermark

Die Uckermark ist seit jeher eine eher karg besiedelte Landschaft. Vor allem durch Kriege immer wieder stark mitgenommen ist sie eine Gegend die von Zuzug stets besonders profitiert. In einem Film wollen wir einen kleinen Einblick geben in die Geschichte der eingewanderten Hugenotten, die vor allem Ende des 17. Jahrhunderts in die Uckermark kamen.

„Als die ersten Glaubensflüchtlinge vor dreihundert Jahren in die Uckermark kamen, waren die Wunden des Dreißigjährigen Krieges noch nicht verheilt. Städte und Dörfer waren noch immer verwüstet. Bauernwirtschaften waren verwaist. Nur ca. dreißig Prozent der Bauern- und Kossätenstellen in der Uckermark wurden 1687/88, also ein halbes Jahrhundert nach dem Dreißigjährigen Krieg, wieder bewirtschaftet. […] In der Uckermark lag über Jahrzehnte die Landwirtschaft am Boden. Entsprechend wenig Geld kam in die Steuersäckel. Kurfürst und Markgrafen sahen in der Ansiedlung französischer Glaubensflüchtlinge sowie deutsch-reformierter und lutherischer Kolonisten einen Ausweg aus dieser mißlichen Lage. Ihre Erwartungen wurden nicht enttäuscht…“

(aus: Werner Gahrig: Unterwegs zu den Hugenotten im Land Brandenburg)